¡Hola!
Liebe Freunde, ich weiss, dass ich lange nicht mehr geschrieben habe. Nun, ich denke, das wird auch nicht das letzte Mal sein. Es passiert immer so viel, dass man manchmal vergisst sich wieder mal zu melden.
Als Austauschschüler befindet man sich auf einer emotionalen Achterbahn. Wenn man traurig ist, möchte man jetzt ehrlich gesagt nur essen und nichts anderes tun. Wenn man glücklich ist und alles wie am Schnürchen läuft, will man lieber die gute Zeit genießen. Ein ellenlangen Text in einer Sprache zu schreiben, die man jetzt schon nicht mehr kann, ist nicht so vielversprechend.
Deshalb habe ich lange nicht mehr geschrieben und auch, weil ich kein Zeitgefühl mehr habe.
- ein Teil meiner Mitabenteurer -
In diesen letzten Wochen habe ich etwas Wichtiges gelernt.
Viele Leute erzählen einem vor dem Austausch, dass man mehr mit den Einheimischen machen soll als mit den anderen Austauschschülern.
Ich kann das ja schon irgendwie nachvollziehen. Aber es ist nicht komplett richtig. Man braucht die anderen Austauschschüler. Sie sind die Menschen, die das gleiche erleben wie du. Sie können verstehen, wenn du ein Problem hast und vor allem wieso das jetzt so schwierig ist. Die Einheimischen verstehen das nicht, für sie ist das Alles ja normal und selbstverständlich.
Also bitte, zukünftige Austauschschüler - falls welche überhaupt meinen Blog lesen - redet mit euren Mitabenteurer. Sie verstehen euch am besten, besser als eure Eltern in eurem Heimatland und besser als eure neue Familie.
Also alles in allem überlaufende Emotionen wegen Heimweh, Schwierigkeiten mit der Familie und kulturellen Differenzen. Zwar bin ich schon zwei Monate hier, aber ich verstehe manchmal immer noch nicht, warum sie jetzt etwas so machen und nicht anders herum.
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Die Treffen mit AFS sind immer der absolute Hammer. Ich habe das Gefühl, dass die "voluntarios" uns verstehen und was wir im Moment brauchen. Die Meisten von ihnen haben ja auch selber ein Austauschjahr gemacht. Ich glaube das macht einen großen Teil der Sache aus.
Wir machen jedes Mal Spiele oder Energizers, behandeln aber auch ernsthaftere Themen, wie zum Beispiel: Was macht man bei einem Erdbeben? Wir sprechen über die "Challenges", Schwierigkeiten, die wir jeden Tag antreffen. Auch über die guten Dinge, was und wer uns hilft.
Zudem haben wir auch kürzlich einen "caminata" im Zentrum von San Juan gemacht, um Werbung für AFS zu machen. Dafür haben die "voluntarios" Plakate gemacht, auf denen steht, von wo wir sind.
- schwyzer rüeblikueche -
Wir machen jedes Mal Spiele oder Energizers, behandeln aber auch ernsthaftere Themen, wie zum Beispiel: Was macht man bei einem Erdbeben? Wir sprechen über die "Challenges", Schwierigkeiten, die wir jeden Tag antreffen. Auch über die guten Dinge, was und wer uns hilft.
Zudem haben wir auch kürzlich einen "caminata" im Zentrum von San Juan gemacht, um Werbung für AFS zu machen. Dafür haben die "voluntarios" Plakate gemacht, auf denen steht, von wo wir sind.
- schwyzer rüeblikueche -
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Außerdem durfte ich im letzten Monat die Bekanntschaft mit "hormigas" machen; das sind Ameisen. Ich hatte mit denen so richtig zu tun. Denn zuerst haben sie sich bei mir im Kleiderschrank eingenistet. Da könnt ihr euch natürlich meine Freude vorstellen, als ich all meine Kleider reinigen durfte! Ein weiteres Mal haben wir uns in meinem Bett angetroffen. Das war echt eklig, als ich ein ganzes Ameisennest in meinem Bett entdeckt habe.
Seitdem bin ich ein bisschen paranoid, was "hormigas" angeht. Ich war eigentlich nie ein Mädchen, das Angst hatte vor Insekten. Aber jetzt schaue ich mich im Haus immer um, weil ja irgendwo noch welche Ameisen sein könnten.
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Unter anderem durfte ich die Erfahrung, wie es ist verloren zu gehen.
Liebes Publikum, das ist nicht lustig! Vor allem, wenn man die Sprache des Landes nicht spricht, das Bussystem verwirrend ist und man die Stadt nicht kennt.
Ich hab über eine Stunde auf den Bus gewartet! Aber der kam nie und ich wusste nicht, was sonst machen. Ich hatte kein Geld mehr auf meinem Handy und konnte so mit meiner Familie nicht mehr schreiben. Aber ich wusste, wo ich war und wo meine Schule ist. Also lief ich dorthin und nahm von dort meinen Bus nach Hause.
Ich habe alles überlebt und bin sicher angekommen. Auf jeden Fall war ich total genervt über die Situation.
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Regen hatte ich jetzt auch zum ersten Mal seit langem. Diese Woche hatten wir so einen richtigen Sturm. Es hat drei Tage lang geregnet, geblitzt, gedonnert und gehagelt. Das ganze Zentrum war überflutet, die Schulen geschlossen, eingestürzte Decken im Einkaufszentrum. 20 Familien mussten evakuiert werden.
War echt krass!
Das Problem hier ist halt, dass sie keine Abwasserkanäle in den Strassen haben, das heisst das Wasser kann nicht wegfliessen. Normalerweise brauchen sie das ja auch nicht, da es nie regnet. Das letzte Mal als es so geregnet hat, war vor über 45 Jahren. 45 Jahre, das müsst ihr euch mal vorstellen! Das gibt es in der Schweiz nicht.
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Regen hatte ich jetzt auch zum ersten Mal seit langem. Diese Woche hatten wir so einen richtigen Sturm. Es hat drei Tage lang geregnet, geblitzt, gedonnert und gehagelt. Das ganze Zentrum war überflutet, die Schulen geschlossen, eingestürzte Decken im Einkaufszentrum. 20 Familien mussten evakuiert werden.
War echt krass!
Das Problem hier ist halt, dass sie keine Abwasserkanäle in den Strassen haben, das heisst das Wasser kann nicht wegfliessen. Normalerweise brauchen sie das ja auch nicht, da es nie regnet. Das letzte Mal als es so geregnet hat, war vor über 45 Jahren. 45 Jahre, das müsst ihr euch mal vorstellen! Das gibt es in der Schweiz nicht.
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