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Freitag, 13. Mai 2016

Vorurteile und Ignoranz

¡Hola!



Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯


RECHTSCHREIBUNG

Worttrennung: Vor|ur|teil


BEDEUTUNGSÜBERSICHT

ohne Prüfung der objektiven Tatsachen voreilig gefasste oder übernommene, meist von feindseligen Gefühlen gegen jemanden oder etwas geprägte Meinung

Beispiele

  • ein altes, weitverbreitetes, unausrottbares Vorurteil
  • Vorurteile gegen Ausländer, gegen den Islam
  • Vorurteile hegen, ablegen, abbauen
  • er hat ein Vorurteil gegen die Naturheilkunde
  • gegen Vorurteile angehen, kämpfen
  • jemanden in seinem Vorurteil bestärken
  • sich von seinen Vorurteilen frei machen, befreien



SYNONYME ZU VORURTEIL

Abneigung, Feindschaft, Feindseligkeit, Voreingenommenheit, Widerwille; (gehoben)Animosität, Degout, Unmut; (bildungssprachlich) Antipathie, Aversion, Ressentiment; (Sozialpsychologie, Psychologie) Stereotyp

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Vorurteile sind etwas hässliches, von denen niemand betroffen sein will. Und doch urteilen wir über unsere Mitmenschen ohne sie zu kennen. Oben sieht man die Definition des Dudens zum Wort Vorurteil. Jedoch ist es meiner Meinung zu schön dargestellt – die meisten Situationen betreffend.

Viele Austauschschüler müssen sich ihren eigenen Vorurteilen stellen oder sie selber hinnehmen von den Einheimischen. Man kann sich noch so oft vormachen, dass man keine hat – jeder hat immer welche.  Das musste ich selber lernen. Ich hatte unbewusst so viele Vorurteile gegenüber meinem neuen Gastland und den Leuten dort, dass es mich ganz schön erschreckte, als ich das kürzlich realisiert habe. Zum Glück habe ich diese mittlerweile abgelegt, da dies jetzt auch mein Land ist, und ich die Kultur und die Menschen akzeptiert habe. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich trotzdem noch welche habe – vielleicht nicht mehr Argentinien gegenüber, aber sicher über ein anderes Land, andere Menschen, andere Kultur –, auch wenn ich glaube, dass ich dazu gelernt habe.
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Ein Vorurteil ist ein Urteil über Personen oder Sachverhalte, das ohne wirkliches Wissen über diese Person bzw. diesen Sachverhalt gebildet wird. Damit ist auch eine Wertung verbunden. Vorurteile können etwas entweder besser oder aber schlechter darstellen, als es tatsächlich ist, sie können also positiv oder negativ sein.  Wenn behauptet wird, dass alle Deutschen fleißig sind, so ist dies genauso ein Vorurteil wie die Annahme, dass alle Schotten und Schottinnen sparsam oder alle Menschen in Österreich gemütlich seien.  Wenn man mehr über diese Personen oder Sachverhalte erfährt, kann ein Vorurteil entweder korrigiert werden, oder aber das zusätzliche Wissen wird als Ausnahme von der Regel gewertet und das Vorurteil bleibt bestehen.  Gefährlich werden Vorurteile, wenn sie zur Diskriminierung anderer Menschen führen. Das ist z.B. bei rassistischen Vorurteilen der Fall (Rassismus). Dabei werden Menschen auf Grund ihrer Abstammung bestimmte negative Eigenschaften zugeschrieben und sie werden dementsprechend abwertend beurteilt.
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Manchmal kann ich all diese Stereotypen nicht mehr hören, dass ich einfach nur sarkastische Antworten gebe. Ich weiss, dass das eigentlich fies ist. Aber mit der Zeit merkt man auch, wer wirklich was wissen will und wer seine Meinungen nur bestätigt haben will. Was mich aber am meisten überrascht ist, dass mir einige dann sogar tatsächlich glauben! 

Ich glaube, das Beste ist, wenn du Personen mit Vorurteilen offen gegenübertrittst. Halte deinen Geist offen und verständnisvoll. Ich weiss, dass das manchmal schwierig ist. Davor habe ich ja erwähnt, dass auch ich mich manchmal nicht zurückhalten kann. Obwohl ich glaube das mehr daran liegt, dass mich diese Ignoranz gegenüber anderen Kulturen so aufregt weniger die Vorurteile. 

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Psychologische Definition
In der sozialpsychologischen Literatur bezeichnet man als Vorurteil eine negative oder positive Haltung gegenüber Personen, Gruppen,Objekten oder Sachverhalten, die weniger auf direkter Erfahrung als vielmehr auf Generalisierung beruht. Die Mehrzahl bestehender Vorurteilsdefinitionen konzentriert sich auf Vorurteile negativen Inhalts, da diese eher als positive Vorurteile schädigende Wirkung nach sich ziehen. In der klassischen Formulierung von Allport (1954; 1971) werden Vorurteile definiert als “ablehnende oder feindselige Haltung gegen eine Person, die zu einer Gruppe gehört, einfach deswegen, weil sie zu dieser Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man dieser Gruppe zuschreibt.” Die zahlreichen Definitionen orientieren sich mehrheitlich an Einstellungsdefinitionen (Einstellung). Dabei werden Vorurteile, zumindest in älteren Ansätzen, der affektiven Komponente zugerechnet oder mit affektiven und kognitiven Anteilen versehen, während der verwandte Begriff des Stereotyps mit der kognitiven Komponente einer Einstellung gleichgesetzt wird. 
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Wie in dieser psychologischen Definition gibt sowohl negative wie auch positive Vorurteile.
Menschen denken nicht immer nur schlecht über dich, wenn sie dich zum ersten Mal sehen. Vielleicht denken sie 'Ah, sie hat schöne Haare und gepflegte Haut. Sie achtet sicher auf Hygiene'. Und das ist doch etwas Gutes, oder nicht? 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich am Anfang alle anfassen wollten – Haare, Gesicht –; ich fand es ziemlich unangenehm. Schliesslich habe ich mich dann daran gewöhnt.
Also denkt immer daran, es gibt auch positive Vorurteile. Seid nicht immer gleich beleidigt, wenn jemand vorschnell über euch urteilt.
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¡Chau!