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Freitag, 13. Mai 2016

Vorurteile und Ignoranz

¡Hola!



Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯


RECHTSCHREIBUNG

Worttrennung: Vor|ur|teil


BEDEUTUNGSÜBERSICHT

ohne Prüfung der objektiven Tatsachen voreilig gefasste oder übernommene, meist von feindseligen Gefühlen gegen jemanden oder etwas geprägte Meinung

Beispiele

  • ein altes, weitverbreitetes, unausrottbares Vorurteil
  • Vorurteile gegen Ausländer, gegen den Islam
  • Vorurteile hegen, ablegen, abbauen
  • er hat ein Vorurteil gegen die Naturheilkunde
  • gegen Vorurteile angehen, kämpfen
  • jemanden in seinem Vorurteil bestärken
  • sich von seinen Vorurteilen frei machen, befreien



SYNONYME ZU VORURTEIL

Abneigung, Feindschaft, Feindseligkeit, Voreingenommenheit, Widerwille; (gehoben)Animosität, Degout, Unmut; (bildungssprachlich) Antipathie, Aversion, Ressentiment; (Sozialpsychologie, Psychologie) Stereotyp

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Vorurteile sind etwas hässliches, von denen niemand betroffen sein will. Und doch urteilen wir über unsere Mitmenschen ohne sie zu kennen. Oben sieht man die Definition des Dudens zum Wort Vorurteil. Jedoch ist es meiner Meinung zu schön dargestellt – die meisten Situationen betreffend.

Viele Austauschschüler müssen sich ihren eigenen Vorurteilen stellen oder sie selber hinnehmen von den Einheimischen. Man kann sich noch so oft vormachen, dass man keine hat – jeder hat immer welche.  Das musste ich selber lernen. Ich hatte unbewusst so viele Vorurteile gegenüber meinem neuen Gastland und den Leuten dort, dass es mich ganz schön erschreckte, als ich das kürzlich realisiert habe. Zum Glück habe ich diese mittlerweile abgelegt, da dies jetzt auch mein Land ist, und ich die Kultur und die Menschen akzeptiert habe. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich trotzdem noch welche habe – vielleicht nicht mehr Argentinien gegenüber, aber sicher über ein anderes Land, andere Menschen, andere Kultur –, auch wenn ich glaube, dass ich dazu gelernt habe.
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Ein Vorurteil ist ein Urteil über Personen oder Sachverhalte, das ohne wirkliches Wissen über diese Person bzw. diesen Sachverhalt gebildet wird. Damit ist auch eine Wertung verbunden. Vorurteile können etwas entweder besser oder aber schlechter darstellen, als es tatsächlich ist, sie können also positiv oder negativ sein.  Wenn behauptet wird, dass alle Deutschen fleißig sind, so ist dies genauso ein Vorurteil wie die Annahme, dass alle Schotten und Schottinnen sparsam oder alle Menschen in Österreich gemütlich seien.  Wenn man mehr über diese Personen oder Sachverhalte erfährt, kann ein Vorurteil entweder korrigiert werden, oder aber das zusätzliche Wissen wird als Ausnahme von der Regel gewertet und das Vorurteil bleibt bestehen.  Gefährlich werden Vorurteile, wenn sie zur Diskriminierung anderer Menschen führen. Das ist z.B. bei rassistischen Vorurteilen der Fall (Rassismus). Dabei werden Menschen auf Grund ihrer Abstammung bestimmte negative Eigenschaften zugeschrieben und sie werden dementsprechend abwertend beurteilt.
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Manchmal kann ich all diese Stereotypen nicht mehr hören, dass ich einfach nur sarkastische Antworten gebe. Ich weiss, dass das eigentlich fies ist. Aber mit der Zeit merkt man auch, wer wirklich was wissen will und wer seine Meinungen nur bestätigt haben will. Was mich aber am meisten überrascht ist, dass mir einige dann sogar tatsächlich glauben! 

Ich glaube, das Beste ist, wenn du Personen mit Vorurteilen offen gegenübertrittst. Halte deinen Geist offen und verständnisvoll. Ich weiss, dass das manchmal schwierig ist. Davor habe ich ja erwähnt, dass auch ich mich manchmal nicht zurückhalten kann. Obwohl ich glaube das mehr daran liegt, dass mich diese Ignoranz gegenüber anderen Kulturen so aufregt weniger die Vorurteile. 

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Psychologische Definition
In der sozialpsychologischen Literatur bezeichnet man als Vorurteil eine negative oder positive Haltung gegenüber Personen, Gruppen,Objekten oder Sachverhalten, die weniger auf direkter Erfahrung als vielmehr auf Generalisierung beruht. Die Mehrzahl bestehender Vorurteilsdefinitionen konzentriert sich auf Vorurteile negativen Inhalts, da diese eher als positive Vorurteile schädigende Wirkung nach sich ziehen. In der klassischen Formulierung von Allport (1954; 1971) werden Vorurteile definiert als “ablehnende oder feindselige Haltung gegen eine Person, die zu einer Gruppe gehört, einfach deswegen, weil sie zu dieser Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man dieser Gruppe zuschreibt.” Die zahlreichen Definitionen orientieren sich mehrheitlich an Einstellungsdefinitionen (Einstellung). Dabei werden Vorurteile, zumindest in älteren Ansätzen, der affektiven Komponente zugerechnet oder mit affektiven und kognitiven Anteilen versehen, während der verwandte Begriff des Stereotyps mit der kognitiven Komponente einer Einstellung gleichgesetzt wird. 
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Wie in dieser psychologischen Definition gibt sowohl negative wie auch positive Vorurteile.
Menschen denken nicht immer nur schlecht über dich, wenn sie dich zum ersten Mal sehen. Vielleicht denken sie 'Ah, sie hat schöne Haare und gepflegte Haut. Sie achtet sicher auf Hygiene'. Und das ist doch etwas Gutes, oder nicht? 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich am Anfang alle anfassen wollten – Haare, Gesicht –; ich fand es ziemlich unangenehm. Schliesslich habe ich mich dann daran gewöhnt.
Also denkt immer daran, es gibt auch positive Vorurteile. Seid nicht immer gleich beleidigt, wenn jemand vorschnell über euch urteilt.
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¡Chau!

Montag, 18. April 2016

How it is to be on exchange!

¡Hola!



"Distance sometimes lets you know who's worth keeping and who's worth letting go."

Für ein Jahr befindet sich man in einem anderen Land, weit weg von all seinen Freunden und seiner Familie. Dabei ist natürlich in Kontakt bleiben um einiges schwieriger als normalerweise. Und eigentlich will man ja nicht, dass man sich auch auf mentaler Eebene mehr von diesen dir so wichtigen Personen entfernt. 
Nur, leider kann man das manchmal nicht kontrollieren und plötzlich findet man sich vor dem Laptop, Skype geöffnet, Angesicht zu Angesicht mit einer Freundin und hat absolut keine Ahnung über was man denn reden soll. Der Kontakt lässt immer mehr nach bis man gar keinen mehr hat.
Vielleicht liegt es daran, dass du dich verändert hast und somit auch deine Ansichten. Du verstehst diese Person nicht mehr und hast keine gemeinsame Basis. Oder deine Freundin kommt mit deiner Veränderung nicht klar und macht das durch ihre einsilbigen Antworten klar.
Dennoch verliere nicht die Hoffnung, wenn du ein zukünftiger Austauschschüler bist. Denn manchmal hilft dir es auch, um einigen Menschen näher zu kommen. Du realisierst plötzlich wie wichtig dir eigentlich diese Person ist und kommunizierst viel öfters mit ihr.




"Okay, well, let me just tell you, if we were having this argument in my native language, I'd be kicking your butt."

Sprachliche Hindernisse werden dir zu Beginn häufig über den Weg laufen. Man will seine Meinung und Ansichten teilen, mitdiskutieren und argumentieren. Aber plötzlich, wenn man schon alle Argumente schön in Gedanken vorbereitet hat, kommt einem in den Sinn, dass man das ja jetzt alles in einer anderen Sprache machen muss. Ups!
Da ist man zuerst natürlich mal frustriert. Davon kann ich ein Lied singen! Ich glaube die ersten drei Monate in Argentinien war ich total frustriert, denn ich konnte nicht mal sagen, dass ich Hunger habe oder aufs Klo muss.
Mit der Zeit akzeptiert man diese Hilflosigkeit, gewöhnt sich daran und lernt möglichst viel über die neue Sprache. Plötzlich realisiert man eines Tages wie viel besser sein Spanisch, Englisch oder was auch immer geworden ist! Da denkt man sich gleich 'Wow, jetzt kann ich endlich mal mit den Anderen argumentieren!'. Leider funktioniert das nicht so, denn jetzt wo man endlich auf all die Fragen, Vorurteile und Verallgemeinerungen antworten kann, realisiert man schnell wie frustrierend das sein kann. Manchmal werden mir Fragen gestellt wie: Weisst du was Lasagne ist und hast du das schon mal gegessen? Nein, natürlich weiss ich nicht, was Lasagne ist. Es kommt ja nur aus Italien und die Schweiz grenzt an Italien. Und irgendwann gibt man auf all diese Leute zu berichtigen, denn die Meisten hören eh nicht zu. Traurig, nicht?



"Switches languages in mid-sentence while talking to myself."

Sobald man die neu gelernte Sprache besser kann, versucht man sie anzuwenden. Doch da merkt man plötzlich, dass einem ein Wort fehlt und füllt es automatisch mit einem Wort aus seiner Muttersprache. Leider passiert das nicht nur, wenn man mit sich selber spricht, sondern auch wenn man mit Familie oder Freunden redet. 
Mir ist das mehr als einmal passiert und manchmal verwirre ich mich selber mit diesem komischen Sprachengewirr, das sich in meinem Kopf befindet.

"There comes a point in your life when you realize that nothing will ever be the same, and you realize that from now on time will be divided into two parts - before this and after this."

Neue Erfahrungen verändern dich, erweitern dein Blickfeld und stellen deine bisherigen Ansichten in Frage.
Während einem Austauschjahr bist du zum ersten Mal auf dich alleine gestellt und trägst die ganze Verantwortung alleine. Dies ist das Jahr in dem du deine eigenen Meinungen besser bilden kannst, da deine Eltern und Lehrer nicht mehr da sind und dir sagen, wie die Dinge laufen und du das einfach übernimmst und akzeptierst ohne zu hinterfragen. Deshalb finde ich es auch so wichtig, dass man mal diese Erfahrung machst, denn du kannst Dinge neu sehen und entdecken ohne unter Einfluss deiner Eltern zu stehen.
Zudem lernst du eine neue Kultur kennen. Jede Kultur hat andere Ansichten, andere Religionen, andere Ideen und Meinungen. Du nimmst plötzlich wahr, dass es auch noch etwas anderes gibt, als das was du kennst. Du veränderst dich, wirst erwachsener und verstehst dich selber besser. Vor dem erwachsen werden und danach.


"Making fun of my accent? I'm bilingual!!!"

Mich verletzt es sehr, wenn sich jemand über meinen Akzent lustig macht. Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben diese Sprache zu lernen. Mehrere Stunden voller Hoffnungslosigkeit und Frustration habe ich hinter mich gelegt.
Und was mich dann am Meisten ärgert, ist dass diese Personen monolingual sind und nicht einmal Englisch können. Ich dagegen muss irgendwie mit dem wirren Gemisch von fünf Sprachen zurecht kommen, das ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem wenn man ein Wort in der einen Sprache weiss, aber in der, die man gerade spricht, hat man das Wort vergessen. Meistens sag ich dann einfach der Person, dass wenn sie sich an Schweizerdeutsch versuchen müsste, würde sie kläglich scheitern und definitiv nicht mehr über mich lachen.
Also bitte, hilft mir lieber und korrigiert mich als über mich zu lachen, ignorante Menschen!



"That awkward moment when you unconsciously speak to someone in a language they don't know."

Wie schon erwähnt vermischt man manchmal ohne Absichten Sprachen. Das führt manchmal zu verwirrenden und peinlichen Momenten, wenn man zum Beispiel auf einmal mit den Eltern Spanisch redet und die keine Ahnung haben, was man da sagt. Oder man Deutsch spricht mit den argentinischen Freunden. 
Manchmal vergisst man einfach, wo man sich aufhält und es rutscht einem ein Wort in der falschen Sprache unterbewusst heraus.

"When you use Google Translator more to translate stuff into your native language because you can't remember the word anymore than to actually translate stuff to a foreign language."

Man hat sich so in die neue Sprache eingelebt und gebraucht sie täglich, dass man sich einfach nicht mehr an dieses blöde Wort in seiner Muttersprache erinnert. Es kann so einfaches Wort wie Apfel sein. Kürzlich konnte ich mich ums Verrecken nicht mehr an das Wort Klimaanlage auf Deutsch erinnern. Mir ist das erst wirklich wieder eingefallen, nach dem ich es übersetzt habe. Das ist peinlich, aber ich glaube das passiert jedem Austauschschüler, leider.



¡Chau!

Montag, 22. Februar 2016

Wie man Mate korrekt zubereitet


¡Hola!




Mate ist das argentinische Nationalgetränk. Und auch ich habe es innerhalb weniger Wochen zu lieben gelernt. Doch gibt es einige ungeschriebene Regeln was das Zubereiten und Servieren des Mates angeht.

Ich muss zuerst einmal erklären, um was es sich dabei handelt.
Mate ist eigentlich eine etwas andere Version des Tees. In einem speziell dafür gemachten Becher - ursprünglich ein getrockneter, ausgehöhlter Kürbis - werden die Kräuter (yerba genannt) reingegeben. Danach wird mit heissem Wasser aufgefüllt. Um das Getränk auch wirklich geniessen zu können, steckt man einen metallenen Strohhalm (bombillas genannt) rein. Der untere Teil des Strohhalms ist geschlossen mit einigen Löchern, damit die Flüssigkeit durchkommt, die Kräuter jedoch zurückbleiben.


- yerba -

 - bombillas -

- Mate -




Nichteinhaltung dieser Regeln in Argentinien auf eigene Lebensgefahr!


Zubereitung:

1. Der Mate wird zu 3/4 mit "yerba" und Zucker aufgefüllt.
2. Danach wird mit heissem Wasser bis knapp unter dem Rand aufgegossen.
3. Die "bombilla" wird am Rand reingesteckt. Manche tun das auch, bevor sie mit heissem Wasser aufgiessen.


Regeln und Servieren des Mates:

1. Nach der Zubereitung wird die "bombilla" nicht mehr berührt. Weder zum umrühren noch sonst irgendwas.
2. Mit heissem Wasser wird immer bei der "bombilla" nachgefüllt.
3. Mate wird immer nur von einer Person serviert und im Kreis ausgeteilt.
4. Ein Mate wird immer leer getrunken, niemals nimmt man nur einen Schluck und gibt ihn der nächsten Person weiter. 
5. Sobald man fertig ist, gibt man ihn der servierenden Person zurück.
6. Wenn man "gracias" sagt, sich also bedankt, heisst das, dass man fertig ist und nicht mehr will. Auch wenn man höflich sein will, sagt das wirklich nur, wenn ihr fertig seid.


Damit seid ihr alle auf eure Argentinien-Reise vorbereitet. Wenn ihr diese Regeln einhaltet, wird alles wie am Schnürchen laufen.



- Che Guevara am Mate trinken -




¡Chau!




Mittwoch, 10. Februar 2016

La Isla del Tesoro - Musical


¡Hola!




Die Schatzinsel.


"La Isla del Tesoro"
So heisst das Musical, bei dem ich glücklicherweise mitmachen durfte.

Seit Oktober arbeiten wir zusammen - insgesamt fast 40 Personen - an diesem unglaublichen Musical über Piraten, einen Schatz und merkwürdige Kreaturen. Jeden Sonntag haben wir uns um 4 oder 5 Uhr nachmittags draussen getroffen (ja, manchmal auch bei 35 Grad im Schatten) und haben bis um 9 Uhr abends zusammen geprobt. In nur 4 Monaten haben wir das ganze Stück auf die Beine gestellt, was ein ganz schoen harter Brocken war. Vor allem da ich am Anfang meistens überhaupt nichts verstanden habe vom schnell gesprochenen Spanisch mit teilweise komischen Wörtern.


···



Das Musical dauert insgesamt zwei Stunden, obwohl es zum Glueck zwischen den zwei Akten eine Pause gab. Ansonsten hätten wir wohl nicht genügend Zeit gehabt uns umzuziehen. Zuerst waren wir normale Bauern, dann Piraten, später merkwürdige Kreaturen und dann wieder Piraten. Wobei natürlich die Tänzerinnen sich öfters umziehen mussten als alle anderen.


···



Am Beginn des Musicals wie eine Gruppe von Piraten den Schatz suchen, wobei einer von ihnen stirbt. Der Sohn dieses Pirats wird Jahre später von einem Freund seines Vaters aufgesucht, wo ihm dann die Schatzkarte in die Hand gedrückt wird. Zusammen mit seiner Mutter sucht er den Rat einer Freundin, La Doctora, die erkennt, dass die Karte zur "La Isla del Tesoro" führt. Zusammen machen sie sich auf die Suche, wobei ihnen jedoch einige boese Piraten auf der Spur sind.




···



Nachdem die Schiffe geputzt und seetüchtig gemacht wurden, beginnt die lange Reise zur Insel. Jim Hawkins - der junge Protagonist - ist ganz enthusiastisch und voellig begeistert von den Piraten, die er unterwegs kennengelernt hat. Denn ein besonders böser Pirat hat ihnen unter einem scheinheiligen Vorwand seine Hilfe und Unterstützung angeboten.
Auf der Insel angekommen wird Jim Hawkins von der restlichen Gruppe getrennt. Dabei stösst er auf eine wilde Frau, die sich als Königin der Insel vorstellt. Begleitet von ihren Kreaturen, die sie beschützen, macht sie Jim zu ihrem König, als sie feststellt, dass er menschlich ist. Das ist ziemlich ungewöhnlich, denn sie lebt seit 10 Jahren - das glaubt sie zumindest - auf dieser Insel und hat seitdem keinen einzigen Menschen mehr gesehen.






 ···



Schliesslich werden Jim Hawkins und Penny, die Königin, von der "Doctora" und ihren zwei Begleitern gefunden. Zuerst sind sie Penny gegenüber misstrauisch, vertrauen ihr aber jedoch, als sie vor den Piraten flüchten müssen. Auch wenn sich alle nicht so ganz sicher sind über Penny's psychische Gesundheit.
Kurz darauf kommt es zu einem Kampf zwischen den Bösen und den Guten. Als die Guten besiegt werden, wird bemerkt, dass Jim, der die Schatzkarte hat, wieder mal fehlt. So wird sich auf die Jagd nach Jim gemacht.





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Morgana, die Kapitänin, hat kurz darauf ihren grossen Auftritt. Sie singt von sich und ihrer Grösse - eine starke, dominante Frau. Zwar ist sie sehr auf den Schatz erpicht, bekommt ihn jedoch schlussendlich. Denn "Silver", der böse Pirat, gibt am Ende vor zu sterben und nimmt sich dann die Schatztruhe, während alle um ihn trauern. Tja, ausnahmsweise mal kein Happy End.
Das Musical endet mit allen zusammen singend.





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Ich hatte so viel Spass, während des ganzen Projekts.
Manchmal war es ein bisschen chaotisch und alle waren mega aufgeregt kurz vor dem Auftritt. Natürlich hat es ein paar Patzer gegeben, aber schlussendlich zählt nur, wie man sich fühlt. Das Adrenalin, das durch den Körper rauscht. Dein Herz, das wie wild schlägt. Und der Applaus am Ende.


Hier, noch weitere Fotos zum geniessen.






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¡Chau!




Mittwoch, 3. Februar 2016

Mein Geburtstag - mi cumple


¡Hola!





Das war das erste Mal in meinem ganzen Leben, dass ich im Sommer Geburtstag hatte - und das auch noch in Argentinien!
Am 27. war ich zusammen mit meinen zwei Brüdern frühstücken in einem neuen Café hier in San Juan. Das war so lecker! Vor allem war es mal wieder ein bisschen wie in der Schweiz. Denn in Argentinien frühstückt man eigentlich nicht. Es wird nicht als wichtig erachtet. Vielleicht trinkt man einen Mate oder Tee und isst eine Semita, aber mehr auch nicht. Und in der Schweiz wird halt richtig gefrühstückt. Vor allem Wochenende mit Zopf, Gipfeli, Butter, Konfitüre, Aufschnitt, Käse, Lachs, 3-Minuten-Ei, Kaffee, Orangensaft und Tee.
Also zurück zum Thema, wir hatten echt geniales Frühstück mit Rührei, Speck, Lachsbrötchen und Kaffee.
Danach hatte Agustin, mein jüngerer Bruder, ein wichtiges Treffen mit der Schülerversammlung. Facundo und ich gingen währenddessen ins Zentrum einige Dinge einkaufen und bei unserer Tante vorbeischauen. Nachmittags waren ich und meine Mutter Nancy im Schwimmbad. Es war richtig schön, nicht zu heiß mit relativ wenigen Leuten, Mate, Kekse und Brettspiele.
Zum Abendessen sind wir alle wieder zu Hause zusammengetroffen. Es gab Empanadas, da die mein Lieblingsessen hier sind.
Meine Familie hat mich mit einem Geschenk überrascht. Ich habe eigentlich gar nichts erwartet. Das argentinische Fußball-T-Shirt, das sie mir geschenkt haben, finde ich echt genial. Jetzt brauche ich nur noch eine argentinische Flagge.





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Am Freitag den 29. Januar habe ich Familie und Freunde eingeladen, um auch noch mit ihnen zusammen zu feiern. Man hat jetzt nicht jeden Tag in einem anderen Land Geburtstag. Gemeinsam verbrachten wir den ganzen Tag in unserem "Club" (Schwimmbad) mit Pool und Choripan. Das ist eine Spezialität hier. Chorizos sind Würste, die man auf dem Feuer grillt und danach in ein Brötchen klemmt mit Salatblätter, Tomaten, Mayonnaise und Ketchup. 
Zum Dessert hatten wir Birchermüesli – eine schweizer Spezialität –, das ich selber zubereitet habe. Es hat allen geschmeckt, was mich echt gefreut hat, denn Argentinier sind eher zurückhaltend, wenn es darum geht neue Sachen auszuprobieren.
Den restlichen Tag wurde nach dem Essen im Pool, mit Kartenspielen wie Truco und Uno, mit Gesprächen und natürlich Geschenken verbracht. Truco übrigens ist ein argentinisches Spiel, das ich bisher immer noch nicht so wirklich verstanden habe.
Meine "consejera" Elsa hat mir ein Buch mit Fotografien zur Provinz und Stadt San Juan geschenkt, das einfach unglaublich toll ist! Von meinen Freunden habe ich ein Pyjama, ein Armband und eine Halskette bekommen.

((Zwischengedanke: Halskette ist ein komisches Wort! Findet ihr nicht auch? Deutsch wird von Tag zu Tag merkwürdiger.))

Ich habe einen richtig schönen Tag verbracht mit all diesen wundertollen (ja, ich erfinde neue Wörter. Verklag mich doch!) Menschen, die ein Teil meines Lebens in Argentinien sind.





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¡Chau!


Donnerstag, 10. September 2015

mi familia




¡Hola!






In diesem Blogbeitrag werde ich euch jemand ganz wichtigen vorstellen:
Meine Gastfamilie.

Ich habe eine Gastschwester namens Florencia. Ihr richtiger Name ist Maria, aber da es so viele Marias in Argentinien hat, nennen wir sie beim Zweitnamen. Eigentlich hat jeder hier einen Spitznamen. Meine Gastmutter, Romina, sagt zum Beispiel manchmal Pauli zu mir. Was aber viel süsser ist mit spanischer Aussprache als im Schweizerdeutschen. 
Mein Bruder heisst Nahuel und ist gleich alt wie ich. Einen Vater gibt es nicht – also schon, aber sie sind geschieden. Wir drei Geschwister haben alle im gleichen Monat Geburtstag, was echt witzig ist. Nahuel hat am 6. Januar, Flor am 22. und ich am 27. Januar Geburtstag. Sogar die kleine Tochter unserer Nachbarin – meine Namensschwester – hat am 21. Januar Geburtstag. xD

<3 Florencia, Romina und Nahuel <3

wir drei Geschwister

Nahuel und ich :)

Florencia und ich <3
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Wir wohnen in einem kleinen Doppelhaus in Pocito einem Vorort von San Juan. Hier, in San Juan und Umgebung ist jede Strasse auf beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt. Jetzt wo langsam der Frühling auf uns zukommt, beginnen grüne Blätter hervorzuschiessen, was echt schön aussieht. Zudem hat es auf beiden Seiten am Strassenrand kleine Kanäle, die Wasser führen für die Reben. Auch die Felder erwachen langsam zu leben, was allem eine schöne Atmosphäre gibt. Davor war es hauptsächlich staubig und sandig. Ich mag unseren – nicht so kleinen, wie ich dachte – Vorort.

Unser Haus.

Um unser Haus herum.

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Ich denke, es ist für uns alle schwierig. Dennoch versucht meine Gastfamilie alles gut zu machen. Ich habe schon ein Busabonnement, meine neue SIM-Karte hatte ich nach einer Woche und meine Cellostunde ist auch nicht mehr weit entfernt. Zudem haben sie mir bisher jeden Abend meinen Lunch – almuerzo – zubereitet, da ich nicht wusste, wie ihr Kochherd funktioniert.


Unser Tagesablauf ist eigentlich immer der gleiche: Alle stehen um ca. 6 Uhr morgens auf – ausser mir, ich habe erst um 12:30 Uhr Schule – und kommt gegen acht Uhr abends wieder nach Hause. Dann trinken wir meistens zusammen Mate. Zwischen 10 und 12 Uhr nachts essen wir Abendessen – cena. Zwischendurch schauen wir fern oder halten ein kleines Schläfchen. Na ja, ich versuche dann meistens eigentlich an meinem Blog weiterzuschreiben. Vor allem jetzt, da ich keine Schule habe für eine Woche. Was soll ich denn sonst tun?

Mein Zimmer mit Flor.
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Auch die Sprache macht alles schwieriger. Zwar kann Flor echt gut Englisch – aber das auch nur, weil sie auf ein Englisch Institut geht – und übersetzt für uns, aber wenn sie nicht da ist, müssen wir uns irgendwie zusammen durchschlagen. Bisher haben wir es relativ gut gemeistert mithilfe von Google Übersetzer bei komplizierteren Themen und ansonsten mit langsam Spanisch sprechen und meinem fehlerhaften, zusammengesetzten Spanisch als Antwort. Es hilft mir wirklich, dass ich Französisch gelernt habe, da einige Wörter echt ähnlich sind, jedoch gibt es auch Ähnlichkeiten zum Englischen und auch Deutsch. Sie sagen zum Beispiel zum Auto auch „auto“. Aber ich verstehe jeden Tag ein bisschen mehr. Und alles in allem denke ich, mache ich mich recht gut. Zwar versteh ich mehr, als dass ich sagen kann, aber das kommt noch.
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Zurück zu meiner Familie. Meine Mutter ist Lehrerin an einer Grundschule und ist echt engagiert, was die Kleinen angeht. Sie hat zwar schon zwei Kinder – naja mit mir jetzt drei, so wie sie sagt –, aber sie hätte am liebsten vier Kinder. Florencia und ich sind ja der Meinung, dass wir einfach einen Hund haben könnten anstelle eines vierten Kindes, aber dieser Idee ist sie nicht so zugeneigt. Vielleicht können wir sie noch dazu erwärmen, wenn wir ihr genug oft Fotos von Hundewelpen mit süssen, riesigen Augen zeigen. ;P
Florencia ist in ihrem letzten Schuljahr, das sie diesen Winter beenden wird, und ist momentan auf der Suche nach Universitäten. Sie ist zwar schon 18, gilt aber nicht als erwachsen. Eigentlich darf sie das Gleiche wie wir mit 16 in der Schweiz. Und Autofahren darf sie auch schon. Das Witzige ist, sie hat ein eigenes Auto, kann aber nicht fahren, weshalb Romina, meine Gastmutter, das Auto fährt.
Nahuel ist ja praktisch genau gleich alt wie ich, weshalb wir auch beide im gleichen Schuljahr hier sind. Er ist der sportliche Typ und nicht so zurückhaltend wie Florencia. Dreimal die Woche hat er Handballtraining – ein Sport, den ich verabscheue, sorry Nahu! Auch ist er oft unterwegs, eigentlich sieht man ihn nicht oft. Aber das ist nicht so schlimm.

Pocito
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¡Chau!