¡Hola!
Kulinarische
Wichtigkeit.
Wie
meine Freunde und meine Familie weiss, ist Essen für mich besonders wichtig.
Oder soll ich sagen „kulinarisches Abenteuer“? Ja, das hört sich definitiv
besser an.
Das
Beste zuerst: Mate.
Seit
ich zum ersten Mal Mate probiert habe, liebe ich es. Es gleicht ein bisschen
dem Tee, nur ist es noch viel besser. Man füllt den Becher zur Hälfte mit den
Kräutern und so viel Zucker, wie einem schmeckt. Danach giesst man heisses
Wasser darüber. Oftmals trinkt man Mate zusammen, man teilt ihn. Aber man nimmt
nicht einfach nur ein Schluck und gibt dann den Becher weiter. Jeder einzelne
Becher Mate wird für eine Person zubereitet mit deren Vorlieben. Wenn Person A
fertig ist, wird der Mate für Person B zubereitet.
Dieses
gemeinsame Geniessen und die Rücksicht auf die Vorlieben der einzelnen Personen
ist das, was mir am meisten gefällt am Mate.
Mein Mate-Becher. :)
°°°
Fleisch
ist wichtig hier. Nicht, dass wir ein 600-Gramm-Fleischstück auf dem Teller
haben, wie mir manche erzählt haben. Vielleicht ist das so in Restaurants und
in Hotels, aber definitiv nicht Zuhause. Klar isst man ein bisschen grössere
Fleischstücke, aber es geht mehr darum wie oft in der Woche und am Tag. Ich habe
hier eigentlich immer zweimal am Tag Fleisch. Ausser als ich einmal Älplermagronen
für meine Familie gekocht habe, hatten wir kein Steak.
Natürlich
muss man auch sagen, dass das Fleisch hier verdammt gut ist. Und sie kochen es in
allen Variationen: Empanadas, Giso oder einfach nur Costeleta. Allgemein mag
ich das Essen hier sehr. Meine Gastfamilie gibt sich sehr viel Mühe und kocht
immer selber. Von anderen hab ich schon gehört, dass ihre Gastfamilien oft
Pizza bestellen. Ach ja, Pizza. Sie essen zwar oft italienisch, aber es sieht
anders aus. Bei der Pizza ist der Käse zuunterst, Tomatensauce hat es fast
keine. Und bei der Lasagne gibt es eine Variante, bei der sie anstelle von Pastablättern
Pfannkuchen benützen – die Béchamelsauce bleibt auch unauffindbar.

mi primer costeleta argentino
gnocchi
°°°
Etwas,
was ich überhaupt nicht mag, sind ihre Süssgetränke hier. Besser gesagt die,
die sie selber machen; und zwar mit Pulver. Sie haben verschiedene Pulver mit
Geschmack, die sie dann mit Wasser mischen. Das gleiche gilt auch für Kaffee.
In einer anderen Form als in Pulver kennen sie den erst gar nicht, also macht
man sich den Nescafé mit heissem Wasser oder heisser Milch. Obwohl man sich
natürlich auch Milch mit einem Pulver anmischen kann. Auch ihre Schokolade hier
kann man nicht vergleichen, aber das war mir schon vorher klar.
°°°
Ansonsten
freu ich mich darüber, dass die meisten Süssigkeiten mit „Dulce de Leche“ sind.
Falls ihr nicht wisst, was das ist, stellt euch einfach das Paradies vor. ;)
Eigentlich
ist es so ein karamellartiger Aufstrich, den man mit Crackers isst. Aber sie
machen hier damit auch Kekse und Torten und Eis und Saucen und noch vieles
mehr.
°°°
Wenn
ich in einem Jahr zurück in der Schweiz bin, muss jeder, aber auch wirklich
jeder, den ich kenne, mit mir Mate trinken und Dulce de Leche essen!




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